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„You only get what you give“

Alles im Leben basiert auf Ausgleich. Bei allen Reaktionen, allen Vorgängen pendelt sich irgendwann ein Gleichgewicht ein. Für jede Kraft gibt es eine Gegenkraft, jeder Impuls zieht eine entsprechende Wirkung nach sich. Für alles, was passiert, MUSS eine Art Ausgleich erfolgen – wie dieser sich gestaltet, ist nicht immer vorhersehbar.

Das Leben ist ein Kreislauf. Alles kehrt früher oder später an seinen Ausgangspunkt zurück. Was wir aussenden, findet nach einiger Zeit zielsicher wieder zu uns. Das ist es auch, was mit dem Gesetz des Karma beschrieben wird: Aktion = Reaktion. Was Du gibst ist was Du erhältst.

Wenn wir also viel Gutes bekommen wollen, müssen wir viel Gutes geben.

Nicht unbedingt auf eine konkret festgelegte Art oder in genau die Richtung, von der wir uns etwas erhoffen, sondern generell. Der Ausgleich erfolgt nicht immer aus derselben Richtung, in die wir etwas gesendet haben. Zum Beispiel kann es sein, dass sich jemand extrem über seinen Erzfeind ärgert und ihn am liebsten zu Brei schlagen würde, und dann kommt ihm auf der Straße plötzlich irgendein aggressiver Schlägertyp entgegen, der ihm grundlos die Faust in den Magen rammt und sich an ihm abreagiert. In dem Fall wurde die innere Aggression auf äußerer Ebene gespiegelt durch einen fremden Schläger, der ihm diese aggressive Energie und Absicht zurückgab – Karma in Sofortaktion. Oder – im positiveren Fall – man schenkt einem Obdachlosen voller Güte und Wohlwollen einen 50€-Schein, und erhält überraschenderweise kurze Zeit darauf eine Gehaltserhöhung oder eine Extraprovision wegen guter Arbeit.

Die Auswirkungen dessen, was wir geben, können wir nicht überblicken, und sie erreichen uns manchmal sofort, manchmal nach einigen Tagen, vielleicht auch erst nach einigen Jahren oder Jahrzehnten. (Oder vielleicht sogar in einem anderen Leben.) Und sie folgen nicht nur auf unsere Taten, sondern auf alles, was wir aussenden – das heißt auch auf unsere Gedanken, unsere Gefühle und die Energie, die von uns ausströmt. Alles ist Energie. Unsere Körper, unsere Auren sind elektromagnetische Felder, die bestimmte Schwingungen aussenden – immer, solange wir leben.

Jeder Gedanke ist wie ein Samenkorn. Je mehr Emotion wir mit ihm verbinden, desto mehr Lebenskraft bekommt dieser Same und desto schneller kann er reifen. Manche Pflanzen wachsen schnell und wir ernten ihre Früchte schon bald, andere dagegen manifestieren sich erst lange Zeit später sichtbar in unserem Leben. Tatsache bleibt, dass wir ernten, was wir säen. Wir können nicht erwarten, Liebe und Freundschaft in unserem Umfeld zu erleben, wenn wir innerlich erfüllt sind von Groll, Eifersucht und Hass. Ebenso unsinnig ist es zu glauben, dass Reichtum und Fülle in unser Leben schneien werden, wenn wir uns fühlen und so verhalten als wären wir die ärmste Kirchenmaus.

Wenn wir also viel Gutes erhalten möchten, ist es sinnvoll, möglichst viel Gutes zu denken, zu verkörpern, auszusenden und zu tun. Gib einfach, was Du jetzt gerade geben kannst und willst. Mehr ist nicht nötig! Je mehr Du dich aufs Geben und Schenken konzentrierst, umso mehr Dinge wirst Du geben können. Du wirst zu einem immer größeren Kanal, lässt immer mehr durch Dich strömen. Das muss ganz und gar nicht nur auf physikalischer Ebene sein, wie beispielsweise in Form von Geschenken oder Spenden, sondern zählt genauso für weniger „handfeste“ Dinge.

Jemand, der materiell nicht viel zu geben hat, kann trotzdem schenken wie ein König! Und zwar seine Energie, seine Liebe und guten Wünsche; Segnungen, positive Gedanken, Inspirationen und hilfreiche Ideen, ungeteilte Aufmerksamkeit, liebevolle Zuwendung und zauberhafte Mitteilungen… Wir können auch immateriell so vieles geben!

Und nur wenn wir im Fluss sind und viel geben, viel durch uns fließen lassen, können wir auch viel empfangen. Stellt euch zum Vergleich einen Becher vor. Wenn der Becher bereits bis zum Rand gefüllt ist, passt nichts mehr hinein – wenn man versucht, noch etwas reinzuschütten, läuft es nur an den Seiten herab – das Gefäß ist nun mal schon voll.
Man muss erst etwas aus dem Becher herausschöpfen, ihn leeren, bevor er sich füllen kann. Je größer der Fluss ist, der von uns ausgeht, umso größer ist auch der Zustrom zu uns. Je mehr wir geben, desto mehr kann zu uns kommen.

Man könnte zudem sagen: Du kannst nur so viel empfangen, wie Du verarbeiten bzw. verkraften kannst. Wenn Du zu viel auf einmal bekommst, führt das zu einem Overload, einem Schock oder einer Verstopfung. Das gilt für alle Dinge. Für Geld, Reichtum, materielle Güter und jede Nahrung genauso wie für Chancen, Möglichkeiten und positive Gefühle wie Glück und Liebe. Zu viel ist zu viel. Wenn wir uns überfressen, mehr zu uns nehmen als wir verdauen und verstoffwechseln können, kommt es zu Verstopfung. Und wenn wir durch chemische Substanzen oder außergewöhnliche Erfahrungen ungewohnt heftige Glücksgefühle in uns hervorrufen, spielen unsere Synapsen verrückt, weil unser Nervensystem derartige Gefühlswallungen nie erlebt hat und kaum verkraften kann. Eigentlich klar, dass wohl kaum die wahre Liebe zu einem kommen kann, wenn man nicht mal weiß wie sich wahre Liebe anfühlt, oder? Wenn man nicht mal ansatzweise gewohnt ist, Liebe für andere zu empfinden.

Also: Gewöhnen wir uns innerlich bereits an das, was wir uns wünschen. Versuchen wir selbst, es zu geben, es zu fühlen. Und es bereits in unserem Herzen zu tragen, damit wir nicht schockiert und überfordert dastehen, wenn sich das Gewünschte tatsächlich manifestiert. Im besten Falle heißen wir es dann mit offenen Armen willkommen wie einen alten Freund, der endlich wieder von einer Reise nachhause kommt.

Noch etwas: Sei achtsam, was du aussendest. Alles hat eine Wirkung. Samen, die nicht wieder ausgegraben werden, sondern vielmehr kontinuierlich bewässert werden, wachsen unweigerlich weiter. Sei ein bewusster Gärtner und achte darauf, was du in deinem Garten säst.

Was du gibst, kommt zu dir zurück. Verlass dich drauf. 🙂

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